BI Management: Chancen in der Krise02.März 2009 | Kategorie: BI-ManagmentWährend sich die wirtschaftlichen Folgen der Krise in reduzierten IT-Budgets niedergeschlagen, eröffnet das neue Kostenbewusstsein BI Managern Chancen zur Veränderung. Die Finanzkrise greift um sich, und in nachvollziehbaren Reflexen werden IT Kostenbudgets zurückgefahren. Dass dies nicht immer nach strategischen Prioritäten, sondern nach dem Prinzip „Haircut für alle“ erfolgt, überrascht eben so wenig wie die Erkenntnis, dass auch Business Intelligence und Performance Management-Aktivitäten unter die Sparzwänge fallen. Über Sinn und Unsinn dieser Budgetkürzungen darf diskutiert werden; was jedoch überrascht, ist die Erkenntnis, dass in der Budget-Krise auch die Effizienz-Chance für das BI-Management liegt. Wie darf man das verstehen? – Hatte sich in den vergangenen 5 Jahren BI als Top 10 Thema mit einen festen Platz in der CF/IO Agenda etabliert, so hat sich gerade in den vergangenen Jahren eine Entwicklung nachhaltiger Ineffizienz vollzogen, in der BI-Themen weder nach ROI-Aspekten, noch nach strategischen Gesichtspunkten beurteilt wurden. Stattdessen haben sich BI-Implementierungen teilweise wertbeitragsneutral seitwärts entwickelt oder wurden in kritischen Bereichen aus politischen Gründen dezentralisiert und damit Synergien vernichtet. Beispiele hierfür sind: „Ein neues Analysetool im Controlling“ oder „Marketing hat jetzt eine eigene Datenbank installiert“. Nur in wenigen Fällen ist es gelungen, BI als zentral gesteuerten Business Enabler im Unternehmen zu etablieren. Die zunehmende technologische Komplexität, das Funktionsspektrum aber auch die Heterogenität der Plattformen etablierter Hersteller alimentierten diesen Prozess.Reduzierte Budgets zwingen nun das BI Management, wieder stärker Effizienzaspekte zu adressieren, bevor ein Kontrollverlust bei der Entwicklung eintritt. Damit bietet sich aktuell die Chance, nicht jede an strategischen Überlegungen vorbei adressierte und mit langfristigen Folgekosten verbundene Idee auf dem Weg des geringsten Wiederstands umzusetzen, besonders wenn der Added Value der Insellösung aus Business-Sicht fraglich ist. Die kritische Prüfung auf Business- und BI-Strategiebezug ermöglichen dann, den ROI von BI-Plattforminvestments sowohl kurz- wie auch langfristig wieder darzustellen. Auf dem Weg dahin darf auch die Frage nach Disziplin und Unterstützung durch das Management bei der strategischen BI-Entwicklung eingefordert werden. Veränderungen in BI-bezogenen Entscheidungsprozessen können ebenso umgesetzt werden wie die gezielte Suche nach BI-Effizienzpotenzialen im gesamten Unternehmen. Konkrete Beispiele dafür sind: BI-Governance-Vorhaben, BI/DWH-Konsolidierungsinitiativen und BI-Sourcingstrategien. Insofern kann das BI Management einen aktiven Beitrag leisten, indem es Effizienzpotenziale im eigenen Bereich und darüber hinaus identifiziert und den Grundstein für effizientes Wachstum nach der Krise legt. Wo typische Potenziale im Einzelnen liegen, welchen Hebel BI-Effizienzprogramme bieten und wie Aufmerksamkeit des Top Managements hierfür gewonnen werden kann, zeigen Ihnen gerne die Berater von Brightcon. Stefan Busch Management Consultant |