Schlummernde ROI-Potentiale durch BI entfalten

30.April 2009 | Kategorie: BI
Neupositionierung BI: Budgetkürzungen und Ausgabensperre eröffnen in Zeiten der Krise die Ausrichtung des BI-Einsatzes nach ROI-Gesichtspunkten. In Zeiten wirtschaftlichen Abschwungs heißt es üblicherweise auch für Business Intelligence (BI): Budgetkürzungen oder gar Ausgabensperre. Schließlich wird BI häufig nach wie vor mit IT gleichgesetzt und ist damit zunächst einmal ein Kostenverursacher.

In diesem Verständnis liegt aber bereits der Grundstein zur Verhinderung der ROI-Potentiale. Werfen wir einen Blick auf die BI-Wertschöpfungskette, so werden die BI-Potentiale deutlich:

Typischerweise finden die BI-Investitionen vorwiegend in den drei ersten BI-Wertschöpfungsstufen statt (z.B. EDWH-Architekturen, BI-Entwicklungsstandards, BI-Projekte), wobei bereits im Bereich der Informationsbereitstellung häufig Wirkungsverluste erkennbar sind, z.B. mangels Steuerungsprozessintegration oder durch Umsetzung von Einzelfallinteressen. Technischerseits wurden vielfach die Hausaufgaben gemacht. Dies ist insofern verständlich, sofern BI im Bereich der IT angesiedelt ist und die Investitionserfolge zeitnah messbar sind. Tatsache ist aber, dass die volumenstarken ROI-Potentiale in den BI-Wertschöpfungsschritten auf Fachbereichsseite liegen. Dem tragen ansatzweise die beobachteten Investitionen der letzten Jahre in BI-Strategie Rechnung. So heißt es nun auch, die Lücke zwischen BI-Strategie und technischer Infrastruktur zu schließen, um die ROI-relevanten Treiber zu adressieren. Diese Lücke trägt den Namen BI-Management. Ein wirkungsvolles BI Management – sofern inhaltlich, prozessual und organisatorisch richtig verstanden – ist der Schlüssel, um die schlummernden ROI-Potentiale zu entfalten, die auch jenseits der IT-Effizienzpotentiale liegen. Dies setzt jedoch zweierlei Paradigmenwechsel im üblichen Verständnis über BI voraus:

1. BI ist ein Kernprozess, der hoheitlich vom Fachbereich aus gesteuert und verantwortet
    werden muss.
2. BI-Investitionen werden sowohl nach Effizienz-, wie auch nach Effektivitätspotentialen  
     beurteilt.

Entgegen häufig vorgetragener Entschuldigungen, Effektivität der BI lasse sich nicht messen: Dem ist nicht so. Ziele und Kennzahlen wie BI-Strategieumsetzungsgrad, stufengerechte Informationsverfügbarkeit, Zufriedenheit der Entscheidungsträger in Bezug auf BI, Report-Verwendungs-Rate (Hitrate), BI-Benchmark etc. ermöglichen die Steuerung und Rentabilität des BI-Einsatzes.

Fazit:
Um die ROI-Potentiale des BI zu entfalten, muss BI neu gedacht und umgesetzt werden:
Das ROI-Potential des BI liegt in erster Linie im Bereich der Effektivität und nicht der Effizienz.Effektivität ist messbar. Der Effektivitätsbeitrag muss neben der Effizienzoptimierung Bestandteil der Business Cases für BI-Investitionsentscheidungen werden.BI muss als Managementaufgabe verstanden werden, die bei der Unternehmensstrategie beginnt und bis zur technischen Realisierung von BI-Lösungen die gesamte BI-Wertschöpfungskette koordiniert.

Als solches kann die Krise als Chance dienen: Investitionen in ein effektives und effizientes BI-Management führen zu einer verbesserten Steuerbarkeit des Unternehmens und lassen Geschäftsentwicklungen, Chancen und Risiken gerade in Zeiten der Transformation besser erkennen und steuern.

Marc Friedrichsen, Partner Brightcon AG

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