Mobile BI: „Next Generation BI“ ist erwachsen geworden

05. März 2012 | Kategorie: BI

Managementkonvergenz bekommt eine neue Dimension: In Form von mobiler Business Intelligence, kurz Mobile BI. Es geht um die Zusammenführung all jener Anforderungen in Unternehmen, die nötig sind, um mithilfe analytisch basierter Methoden zu führen.

Beispiele für den praktischen Einsatz im Managementalltag
von Unternehmen aller Branchen sind vor allem:

Informationen zur unmittelbaren Entscheidungsfindung,die Interaktionsmöglichkeit mit Kollegen, Kunden und Lieferanten beispielsweise durch Annotation, Kommentierung oder E-Mail-Versand,die Erfassung von Daten etwa im Rahmen der Planung,die Auslösung von Arbeitsprozessen wie zum Beispiel Bestellungen oder Freigaben,der barrierefreie Zugang zu relevanten Dokumenten.

Dies alles läuft unter einer einheitlichen technischen Oberfläche, zum Beispiel jener eines Tablet-Computers. Um indes für das Management den maximalen Nutzen zu erzielen, ist zusätzlicher Aufwand erforderlich. Denn während sich die klassischen BI-Vorhaben in der Regel nach wie vor stark um die technische Umsetzung drehen, liegt der Fokus bei Mobile BI deutlich stärker auf der Frage, wie welche Informationen verwendet und welche Anwenderszenarien unterstützt werden.

Insofern wäre der Ansatz «Just another Report» fatal. Stattdessen sollten Projektverantwortliche den Nutzen und die Verwendung der Informationen kritisch hinterfragen und punktgenau bestimmen. Business-Verständnis ist dabei das A und O. Gleichzeitig sind lange Entwicklungszeiten für eine mobile BI-Lösung tabu, oft aufgrund der direkten Anforderungen des Topmanagements.

Aufbauend auf diesen Erkenntnissen hat sich nach unseren Erfahrungen ein duales Vorgehen zur Einführung von mobilen BI-Lösungen bewährt (siehe Brightcon Mobile BI-Modell). Dabei werden die Kunden, basierend auf einem bewährten Implementierungsrahmen, von der BI-Strategieausrichtung über die Konzeptentwicklung bis hin zur technischen Umsetzung und Einführung geleitet. Außerdem unterstützt ein Leitfaden bei der Auswahl der geeigneten BI-Mobile-Technologie.

Durch die Breite an Einsatzmöglichkeiten und die typische Freude im Umgang mit den mobilen Geräten sind dem Wunschkonzert an mobilen BI-Lösungen Tür und Tor weit geöffnet. Um dies in einem wirtschaftlich sinnvollen Rahmen zu halten und vor allem unnötige Kosten zu vermeiden, sollte eine Strategie und Governance klar regeln, wofür und wie Mobile BI eingesetzt wird. Auf dieser Basis lassen sich dann eine sichere und steuerbare technologische Plattform bereitstellen und rasche Entwicklungszeiten ermöglichen.

Die Entwicklung selbst sollte sowohl modular organisiert sein, als auch agile Projektmethoden zulassen. Die Erfahrung zeigt, dass die starke Interaktion mit den Nutzern im Management bei Mobile BI-Projekten ein höheres Maß an Flexibilität von der Projektorganisation einfordert, als dies bei klassischen BI-Projekten der Fall ist. Auch wenn die führenden Softwareanbieter inzwischen ausgereifte Lösungen bieten, sind individuelle Anpassungen im mobilen Umfeld typisch und oft auch sinnvoll.

Fazit: Business Intelligence ist durch die mobilen Anwendungen nun definitiv dort angekommen, wo es benötigt wird: Im Management. Also dort, wo Potentiale, Chancen und Risiken erkannt und Entscheidungen getroffen werden. Die Methoden dürfen nunmehr mit Fug und Recht als ausgereift bezeichnet werden.

Last but not least: Durch Mobile BI gewinnt Business Intelligence jenes Element hinzu, das bisher im BI-Umfeld eher unterrepräsentiert war - aber ein wirksames Erfolksvehikel ist: Emotion.

Dr. Walter Jenny,
Partner und Management Consultant, Brightcon AG

Brightcon AG, Schweiz
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