Die BI Cost-Cutting Agenda 2010 – How To

22. Februar 2010 | Kategorie: BI
Noch immer werden in Unternehmen in grossem Umfang vorhandene Kostenpotenziale vernachlässigt. Eines der zentralen Themen auf der Agenda 2010 der BI-Manager ist Kostensenkung. Im Mittelpunkt stehen zwei zentrale Fragen: 1. Was sollte im Vorfeld beachtet werden, damit Kostensenkungen auch die erwünschten Ergebnisse erzielen? 2. Wo liegen die Hebel, an denen der Rotstift angesetzt wird?


Was die erste Frage betrifft, so zeigt die Erfahrung, dass folgende Massgaben konsequent beachtet werden sollten, um die Einsparpotenziale tatsächlich umzusetzen:

1. Die Unternehmensstrategie fokussiert sich auf Kostenmanagement

2. Der interne Kunde profitiert von diesen Kostensenkungen

3. Die Kostensenkungen sind tatsächlich realisierbar und verlagern nicht nur Kosten

4. Die Kostensenkungen sind für das Management und Vorgesetzte messbar und nachweisbar

Wo liegen nun die Hebel, an denen der Rotstift angesetzt wird? Die folgenden Massnahmen zur Kostensenkung stehen 2010 auf der Cost-Cutting Agenda der BI-Manager im Vordergrund:

BI-Governance:
Das Interesse an BI ist ungebremst, was nicht nur die Analysten, sondern auch die BI-Investitionsbudgets zeigen. Aber: Je breiter der BI-Einsatz im Unternehmen, desto grösser auch das Risiko einer Kostenexplosion. Die systematische Verankerung einer BI-Governance wirkt dem entgegen: Die verbindliche Definition der Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten, Enterprise Datawarehouse-Richtlinien und durchsetzungsstarke Entscheidungs- und Managementstrukturen bilden den Kern der BI-Governance. Dilemma: Die dadurch erzielten Einsparungen sind nicht direkt sichtbar. Hier gilt der Grundsatz: Die Erfahrung rechtfertigt die Massnahme. Ausserdem empfiehlt es sich, Metriken zu definieren, um die Wirksamkeit der BI-Governance zu messen und zu steuern.

BI-Sourcing-Strategie
:
Charakteristisch ist die Profil- und Rollenvielfalt bei Tätigkeiten im BI-Umfeld. Neben technologischer, werden Prozess- und betriebswirtschaftliche, Systemarchitektur-, Projektmanagement und hohe Sozialkompetenz verlangt. Diese spiegeln sich in den unterschiedlichen Rollen bei der Entwicklung und Betrieb von BI wieder. Dies bedeutet, differenzierte Kostenmodelle zu fahren für Commodity- und Mehrwert-Leistungen. Strategisches Sourcing und sinnvoll gestaltete Rahmenverträge mit Lieferanten lassen insbesondere bei Commodity-Services Einsparungen um 20% erzielen, bei komplexeren Near- und Offshore-Modellen kann dies sogar noch übertroffen werden.

BI-Technologie-Strategie:
Wer kennt es nicht: Das Wunschkonzert nach „fancy Features“, Funktionen und Technologien auf der einen, die Unsicherheit über die richtige Technologie auf der anderen Seite. Das Eine wie das Andere lässt sich klären und – es muss geklärt werden, wenn die BI-Hardware- und Softwarekosten nicht ins Unermessliche steigen sollen. Eine solide BI-Technologiestrategie verbindet hohen Unternehmensnutzen mit vernünftigen Kostenstrukturen. Genau so wichtig wie die Formulierung der Technologie-Strategie ist jedoch die Sicherstellung deren Durchsetzung – auch gegen Widerstände innerhalb des Unternehmens.

Last but not least: Welche Rolle spielen Einsparungen im Bereich der Personalkosten im BI-Umfeld? Tatsache ist: Die Überprüfung der Leistungseffizienz und der Personalstärke sollte grundsätzlich ein kontinuierlicher Prozess sein. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Einsparungen der Personalfixkosten im BI-Umfeld häufig keinen signifikanten Cost cutting-Hebel darstellen. Der Grund: Kleine Teams und überschaubare Leistungstransparenz vermeiden von vornherein den Aufbau von ineffizientem Overhead (). Hinzu kommt, dass die Personalkostenstrukturen oftmals durch einen hohen externen Mitarbeiterbestand flexibel steuerbar sind. Ein verstärktes Augenmerk muss jedoch auf die unternehmensweite Entwicklung der BI-Personalkosten gelegt werden: Getrieben durch die technologische Entwicklung wird auch technisches BI-Knowhow zunehmend auf Fachbereichsseite angesiedelt. Dies erfordert eine klare, unternehmensweit geregelte Governance, um den Aufbau redundanter Strukturen zu vermeiden und Knowhow effizient einzusetzen.

 

Fazit:
Cost cutting im BI-Umfeld ist nötig, aber nicht um jeden Preis. Die rasch wachsende Verbreitung von BI in den Unternehmen und immer kürzere technologische Innovationszyklen verursachen deutlich höhere Kosten. Dem muss und kann entgegengewirkt werden, ohne den Kunden- und unternehmensweiten Nutzen zu untergraben. Strategische Massnahmen zur Kostensenkung und –Steuerung sind die Erarbeitung und Verankerung einer unternehmensweit gültigen       
          
   ...BI-Governance: Hält die Entwicklungs- und Betriebskosten im Lot
   ...Technologie-Strategie: Sorgt für kosteneffizienten Technologieeinsatz und Architekturaufbau
   ...Supplier-Strategie: Ermöglicht bei einer sinnvollen Ausgestaltung und intelligenter Steuerung
       signifikant geringere Dienstleistungskosten

 

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Autor: Marc Friedrichsen, Partner und Management Consultant bei Brightcon

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