Agile BI – Re-aligning IT with Business

15. Juni 2011 | Kategorie: BI
BI-Zentralisierung geht in der Regel zu Lasten der Agilität. Das schafft Probleme: BI wird schwerfällig, dezentrale Strukturen wachsen wieder. Agile BI Methoden im Rahmen von BI Strategien und Governance helfen, dies in den Griff zu bekommen.


Business Agilität ist in den meisten Branchen Strategie zum Erfolg oder Rezept zum Überleben. Organisatorische Strukturen werden flexibilisiert, fixe Kosten in variable überführt, Produktzyklen beschleunigt und Prozesse harmonisiert. Alles mit dem Ziel, dynamisch auf Marktentwicklungen ausrichten und Risiken reduzieren zu können.

Parallel dazu erfolgte, beschleunigt durch die Krise der vergangenen Jahre, die Professionalisierung von BI. Dies wurde mehrheitlich eher undifferenziert als BI-Zentralisierung und BI-Effizienzprogramme und Anwendung von klassischen IT Management Konzepten hinsichtlich Organisation und Abläufen vorangetrieben. Mit anderen Worten: Eine Pendelbewegung, die für BI von stark dezentralen und wenig professionellen Strukturen ausging, hin zum entgegengesetzten Extrem des „one size fits all“ – und somit eine klassische Reflexreaktion von Organisationen. Als Ergebnis beobachten wir heute, dass die Agilität, die es erlaubt mit Business-Veränderungen und –Anforderungen Schritt zu halten, massiv gelitten hat.

Dieser Trend ist weit mehr als ein unschöner Nebeneffekt: BI wird schwerfällig, wodurch im besten Fall lediglich erneut unkontrolliert dezentrale Strukturen wachsen (BI Technologien ausserhalb der Kontrolle der IT, neue IT Organisationen auf Business-Seite). Im „worst case“ Fall führt es zum schrittweisen Versagen von BI in seiner Kernaufgabe als Business-Enabler. Das Versagen kann an einem Beispiel verdeutlicht werden: Wo vor Einführung von Zentralisierung und Effizienzprogrammen eine Neuanforderung ohne Risiken in kürzester Zeit realisiert werden konnte, ist dies danach wegen unpassender Governanceregeln und einer unflexiblen Deliveryorganisation mit deutlich längerer Durchlaufzeit und mit für das Gesamtunternehmen höheren IT- plus Business-Kosten verbunden.

Einige Konsequenzen sind somit kaum zu vermeiden: Verlust der Kontrolle strategischer BI und IT Gestaltung, höhere IT- und Prozesskosten (als Summe zentraler und dezentraler Kosten), Schäden für die Wahrnehmung des BI-Bereichs und der IT insgesamt.
Die Lesson learnt heisst: „one size does not fit all“: Nur wer die spezifischen Erfolgsfaktoren von BI kennt und die nötige Erfahrung besitzt, strategische und Governance-Themen mit den Stakeholdern auf IT-, Business- und Sourcing-Seite zu klären, kann BI differenziert Gestalten: sowohl Effizienzgesichtspunkte, wie auch Agilität werden in der Gestaltung berücksichtigt.

Die Anwendung von Agile BI Methoden bei der Konzeption und Umsetzung von BI Strategien und BI Governance ermöglicht, dies in den Griff zu bekommen. Wie das funktioniert und welche Hebel innerhalb der BI Strategie und Governance die zentralen Stellschrauben sind, zeigen die Berater von Brightcon.

Stefan Busch Management Consultant

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